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25.02.2021
RATGEBER

Kein Wischiwaschi

So erledigst du deinen Frühjahrsputz mit System

Auch wenn du keine Haustiere hast, sind dir diese „Tierchen“ vielleicht nur allzu gut bekannt: Wollmäuse. Sie fühlen sich einfach in jeder Wohnung wohl. Erst recht, wenn dort ihr bester Freund, der innere Schweinehund, das Kommando hat. Vom großen Frühjahrsputz hält der nämlich überhaupt nichts. Dabei haben die eigenen vier Wände einen Großputz gerade in Lockdown-Zeiten besonders nötig. Mehr Zeit zu Hause bedeutet schließlich auch mehr Zeit zum Schmutz machen. Und gerade, wenn sich der Winter verabschiedet und die ersten warmen Sonnenstrahlen durchs Fenster scheinen, zeigen sich Staub und Schmutz besonders deutlich. Dann führt kein Weg mehr am Putzschrank vorbei. Zum Glück gibt’s aber auch eine gute Nachricht: Denn mit der richtigen Strategie bekommst du sowohl den Schweinehund als auch die Wollmäuse in den Griff – und deine Wohnung gehört wieder dir! Wir zeigen dir, wie du deinen Frühjahrsputz gekonnt über die Bühne bringst und welche praktischen Putz-Tipps am besten helfen.

 

 

Der perfekte Plan

Das Allerwichtigste ist zunächst, sich nicht zu hohe Ziele zu stecken. Wenn es unwahrscheinlich ist, dass du die ganze Wohnung oder das ganze Haus innerhalb eines Tages sauber bekommst, dann versuch es auch nicht. Am Ende bringt das nur Frust. Und du kannst dich nicht richtig über das freuen, was du schon geschafft hast.

Setz dir also realistische Ziele und stell einen Putzplan auf. Unser Tipp: erst die Schlafzimmer, dann die Wohnräume, Flur und Treppenhaus und erst zum Schluss Küche und Badezimmer. Denn egal, wie viel man am Ende des Tages geschafft hat oder auch nicht – in einem frisch gereinigten Schlafzimmer, schläft man zufrieden und entspannt ein. Küche und Badezimmer sollten eher am Schluss dran sein, weil sie für die Putzaktion ständig genutzt werden und beim Hantieren mit Putzwasser und staubigen Putzlappen immer wieder schmutzig werden.

  

Aus einfachen Hausmitteln wie Salz, Zitrone, Essig und Natron kannst du Reiniger auch selbst herstellen.

 

Diese Reiniger brauchst du

Das Angebot an Reinigungsmitteln und -utensilien ist riesig: Für jedes einzelne „Putzproblem“ gibt es ein anderes Produkt. Solche speziellen Putzmittel oder extrem aggressive Reiniger sind aber gar nicht unbedingt notwendig. Handspülmittel, Allzweckreiniger, Haushaltsessig als Kalklöser und Spiritus als Fettlöser reichen in der Regel aus. Mit ein paar einfachen Zutaten kannst du dir deine Reiniger sogar selbst mixen. Dann brauchst du nur noch einen Staubsauger, einen Bodenwischer, einen Fensterabzieher, Putzschwämme und Mikrofasertücher. So bist du ausreichend für deine Putz-Aktion gerüstet.

  

 

Glasreiniger  selber machen – so geht’s

 

Folgende Zutaten in eine Sprühflasche geben und gut mischen:

  • 400 ml Wasser
  • 100 ml Haushaltsessig
  • 100 ml Spiritus
  • 1 TL Speisestärke
  • ein Spritzer Zitronensaft

 

Damit lassen sich neben Fenstern und anderen Glasflächen auch Spiegel prima reinigen – und zwar nicht nur im Badezimmer. Vergesse zum Beispiel nicht den Wandspiegel im Flur, die Spiegeltür an deinem Schrank oder kleinere Kosmetikspiegel.

Mehr nachhaltige Reinigungstipps und Ideen, wie du deinen Haushalt noch umweltbewusster gestalten kannst, findest du außerdem auf unserem Pinterest-Kanal. Schau vorbei und lass dich inspirieren! 

 

 

Schlieren beim Fensterputzen sind echt nervig. Mit der richtigen Technik gelingt es aber garantiert ohne.

 

Los geht’s – am besten mit System

Stehen die Reihenfolge der Räume und die Putzutensilien fest, kannst du loslegen. Damit du dir aber nicht doppelt und dreifach Arbeit machst, hilft es, diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zu beachten.

Schritt 1: Schaff dir zuerst Platz zum Arbeiten. Aufräumen ist also angesagt. Dabei kannst du gleichzeitig ein bisschen entrümpeln. Der Vorteil: Alles, was weg ist, musst du nicht mehr putzen. In die Mülltonne sollte aber nur das, was wirklich kaputt ist. Ein ausgeleiertes Baumwollshirt zum Beispiel eignet sich immer noch gut als Putzlappen. Kleidung und Gegenstände, die aber noch gut in Schuss sind, kannst du besser in Secondhand-Einrichtungen geben.

Schritt 2: Beginne mit den Fenstern. Sie werden das Jahr über am ehesten vernachlässigt. Und du wirst staunen, wie zufriedenstellend es ist, das erste Mal wieder durch ein wirklich sauberes Fenster zu schauen. Also: Vorhänge zum Waschen abnehmen, Fensterrahmen mit einem Lappen und etwas Wasser mit Spülmittel sauber wischen, Glasflächen mit dem selbst gemachten Reiniger putzen und mit dem Fensterabzieher abziehen. Fertig. Die zuverlässigste Methode, um Schlieren zu verhindern.

Schritt 3: Staub wischen. Am besten geht das mit einem Mikrofaser- oder Geschirrhandtuch. Einfach nur mit Wasser nass machen, gut auswringen und von oben nach unten alle Flächen von hinten nach vorne abwischen. Aber Vorsicht: Bei sehr empfindlichen Oberflächen kann ein Mikrofasertuch Kratzer hinterlassen. Staub hinter der Heizung kannst du mit einem Haarföhn entfernen. Leg ein feuchtes Tuch unter die Heizung und puste die Staubflusen von oben nach unten auf das Tuch.

Schritt 4: Jetzt darf der Staubsauger ran. Bevor du dich damit dem Boden widmest, sind zuerst die Polster dran – also Sofa, Bett, Kissen und so weiter. Erst dann kommt der Boden. Danach kann feucht gewischt werden. Am besten eignet sich dafür ein sogenanntes Breitwischgerät (Foto). Damit zuerst einmal am Rand des Zimmers entlangwischen und dann den Rest des Bodens. Den Wischer führst du am besten so, als würdest du damit eine liegende Acht vor dir auf den Boden zeichnen. So bleibt der Schmutz besser am Wischer hängen, anstatt nur von links nach rechts verteilt zu werden.

  

Zum Wischen eignet sich ein Breitwischgerät am besten.

 

Perfekt aufgemöbelt

Ist die Grundsauberkeit wiederhergestellt, werden fürs perfekte Finish noch die Möbel unter die Lupe genommen. Flecken auf der Couch oder am Holzschrank? Auch dafür gibt’s ein paar Tricks, die deine Möbel wieder fast wie neu aussehen lassen.

Flecken auf Polstermöbeln aus Stoff kannst du zum Beispiel mit Natron behandeln. Aber Vorsicht: Wenn der Stoff nicht farbecht ist, solltest du die Prozedur vorher lieber an einer unauffälligen Stelle testen. Denn Natron wirkt leicht bleichend. Feuchte dafür einen herkömmlichen Putzschwamm an und streue das Natron darauf. Damit den Fleck vorsichtig einreiben, trocknen lassen und am Ende nur absaugen.

Bei Möbeln aus Massivholz hilft eine Mischung aus Wasser und Neutralseife. Mit einem weichen Schwamm kannst du die entsprechenden Stellen damit vorsichtig reinigen. Danach die Seife abwischen und das Holz mit einem Tuch trocken reiben. Bei Möbeln mit Furnier ist von dieser Methode allerdings abzuraten. Denn zu viel Wasser und Seife schaden der dünnen Holzschicht, sie quillt auf und kann sich ablösen. Deshalb hier am besten mit einem Bauwolltuch und möglichst wenig Feuchtigkeit arbeiten.

Einfach hast du es bei Möbeln mit Holzdekor wie du sie in den Produktlinien von Rauch findest. Sie sind langlebig und pflegeleicht zugleich. Hier brauchst du nichts weiter als ein sauberes, weiches Baumwolltuch, das du leicht anfeuchtest. Damit lassen sich die Oberflächen optimal pflegen und reinigen. Du brauchst also weder besondere Reinigungsmittel noch spezielle Mikrofasertücher.

 

Auch Möbel mit Holzdekor lassen sich mit einfachen Mitteln wieder auf Vordermann bringen.

 

Von Wollmäusen sollte nun keine Spur mehr sein. Damit das hoffentlich auch lange so bleibt, noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Regelmäßiges Lüften hilft dabei, dass sich Staubpartikel nicht so schnell wieder ansammeln. Und fürs Wohnklima ist es natürlich auch spitze. So lässt es sich nach getaner Arbeit doch am besten entspannen – und vielleicht gibt’s für den inneren Schweinehund fürs Mitmachen ja sogar noch ein Leckerli.

 

Das hast du dir verdient: Nach getaner Arbeit ist Entspannung angesagt.