Zwei lachende Gartenzwerge.
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MADE IN GERMANY - TYPISCH DEUTSCH, ODER?

Präzision und Innovation, Gartenzwerg und Sauerkraut: Was gilt heutzutage noch als „typisch deutsch“? Von eher negativen bis hin zu humorvollen Klischees kursieren vielfältige Beschreibungen über das Deutschsein. In diesem Blogbeitrag wollen wir die vermeintlichen Eigenarten mal genauer unter die Lupe nehmen. Dabei widmen wir uns auch besonders dem typisch deutschen Qualitätsversprechen „Made in Germany“. Viel Spaß beim Schmökern und Schmunzeln!

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Alles nur Vorurteile oder wahre Eigenschaften?

Jaja, die Deutschen: Sie bleiben nachts an der roten Ampel stehen. Beim All-inclusive-Urlaub auf Mallorca reservieren sie sich frühmorgens schon die Liege am Pool mit ihrem Handtuch. Und wenn’s ums Essen geht, dann greifen die Menschen im Land der Dichter und Denker gerne zu Kartoffeln, Brezeln und Bratwurst. Na, kommt dir das irgendwie bekannt vor? Oder verbindest du mit Deutschtum ganz andere Dinge wie Oktoberfest, Autobahn oder Fußball?

Jubelnde Fußballfans in deutschen Trikots.
Fußball ist eine der beliebtesten Sportarten in Deutschland! Spielt die Nationalmannschaft, sind die deutschen Fans mit Herzblut dabei.

Jetzt aber mal ganz ehrlich: Natürlich kann man nicht alle Menschen einer heute multikulturellen Nation wie Deutschland über einen Kamm scheren. Gleichwohl mag es einen Hang zu bestimmten Marotten und Allüren geben. So wird den Deutschen bekanntermaßen nachgesagt, dass sie besonders pünktlich, diszipliniert und zuverlässig sind. Damit unmittelbar verbunden ist auch der ausgezeichnete Ruf deutscher Waren. Will heißen: Produkte, die das Label „Made in Germany“ tragen, gelten sowohl im Inland als auch im Ausland als besonders hochwertig verarbeitet und langlebig. Kurzum: Sie sind ein echtes Gütezeichen für Qualität!

Ein roter Stempel mit der Aufschrift „Made in Germany“.
„Made in Germany“ entwickelte sich mit der Zeit zum gefragten Gütesiegel.

Qualitätssiegel mit bewegter Geschichte

Als das Label „Made in Germany“ in den 1880er-Jahren – also in den Anfängen der Hochindustrialisierung in Deutschland – von den Briten ins Leben gerufen wurde, hatte es genau die gegenteilige Bedeutung eines Gütesiegels! Denn zu dieser Zeit waren deutsche Produkte wegen ihrer schlechten Qualität geradezu verpönt. Großbritannien war damals die führende Industrienation in Europa. Und mit dem Label „Made in Germany“ wollte das Land seine Verbraucher vor minderwertigen Waren aus deutscher Industrieproduktion warnen. Es kam aber völlig anders: In den Folgejahren startete die deutsche Industrie in fast allen Bereichen eine Qualitäts-Offensive. So bemerkten die britischen Verbraucher fortan, dass Waren aus Deutschland nicht nur erheblich günstiger waren als solche aus heimischer Produktion – sondern diesen qualitativ auch noch weit überlegen. So entwickelte sich „Made in Germany“ schließlich zum weltweit gefragten Gütesiegel. Auch heute noch stehen Produkte mit deutscher Herkunftsbezeichnung hoch im Kurs – egal, ob Waren für den Endverbraucher oder Produkte im B2B-Bereich.

Interessante Studie zum Nachlesen:

Die Kölner Management-Beratung Prof. Roll & Pastuch untersuchte vor wenigen Jahren, welchen Wert die Marke „Made in Germany“ hat. Das Ergebnis: 70 Prozent der Verbraucher bevorzugen deutsche Produkte gegenüber Produkten unbekannter Herkunft. Dabei sind die Konsumenten im Durchschnitt bereit, fast 40 Prozent mehr für „Made in Germany“ zu bezahlen. Du willst es noch genauer wissen? Hier kannst du die Studien-Zusammenfassung kostenlos herunterladen.

„Möbel Made in Germany“: das neue Qualitäts-Label für Möbel

Unumstritten ist „Made in Germany“ eine weltweit angesehene Herkunftsbezeichnung. Für Verbraucher gibt es dennoch eine kleine Krux an dieser Stelle, die du wissen solltest: Das Markenzeichen unterliegt nicht, wie ein echtes Qualitätssiegel oder eine Norm, festgelegten Regeln. Will heißen: Der Hersteller darf im Grunde selbst entscheiden, ob er sein Produkt so kennzeichnet. Ganz anders ist das beim neuen Möbel-Label „Möbel Made in Germany“, das es seit August 2020 gibt: rauch gehört zu den ersten Möbelherstellern, die bereits zertifiziert sind und jetzt das geografische Herkunftsgewährzeichen tragen dürfen!

Das Label „Möbel Made in Germany“.
Das geografische Herkunftsgewährzeichen „Möbel Made in Germany“ garantiert Verbrauchern exzellente Qualität aus Deutschland.

Übrigens: rauch Möbel verbindet mit „Made in Germany“ eine sehr lange Tradition. Sind doch sämtliche Produktions- und Montagestandorte seit 1897 – also seit mehr als 120 Jahren – ausschließlich in Deutschland angesiedelt. Zudem stammt das komplette Holz für die Möbel aus regionalen, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Die gesamte Produktion ist CO2-neutral gestaltet und an allen Standorten hat rauch hohe soziale Standards für seine Mitarbeiter geschaffen. Für sein konsequent nachhaltiges Wirtschaften wurde rauch darüber hinaus 2014 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Wer mehr darüber erfahren möchte, wie rauch mit den Themen Nachhaltigkeit, Sozialverträglichkeit und Gesundheit umgeht, dem empfehlen wir das Interview mit rauch-Geschäftsführer Michael Stiehl.

So profitierst du als Verbraucher vom neuen Label „Möbel Made in Germany“:

„Möbel Made in Germany“ – das bedeutet entsprechend der RAL-Registrierung 0191, dass Konstruktion, Montage und Qualitätsprüfung in Deutschland stattfinden. Zudem muss der für die Qualität relevante Herstellungsprozess überwiegend in Deutschland erfolgen. Konkret: Mindestens 55 Prozent der Bauteile eines Möbelprogramms müssen – bezogen auf ihren Wert – aus deutscher Produktion stammen. Im Auftrag des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM) überwacht die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) die Einhaltung dieser Kriterien. Entwickelt und realisiert hat das Label übrigens der VDM gemeinsam mit RAL. „Damit haben wir einen neutral geprüften Nachweis für Qualitätsmöbel aus Deutschland eingeführt“, sagt VDM-Geschäftsführer Jan Kurth.

Unser Tipp: Achte also bei deinem nächsten Möbelkauf unbedingt auf das Label „Möbel Made in Germany“ und du kannst sicher sein, dass deine Schränke, Stühle & Co. nachweislich aus Deutschland kommen und streng definierte Kriterien erfüllen. Typisch deutsch eben, oder?

Lachende Dame hält Deutschland-Flagge in der Hand.
Mit Möbeln „Made aus Germany“ haben Verbraucher immer gut lachen.

Lust auf weitere Lektüre zum Thema deutsche Identität?

  • Falls du zum Schluss noch mehr über deutsche Klischees lesen möchtest, solltest du den Online-Artikel „Deutsch von A bis Z“ von Barbara Kerbel unbedingt anschauen. Die Autorin hat Dinge, Orte, Personen und Phänomene gesammelt, die typisch deutsch sind. 
  • Darüber hinaus legen wir dir folgendes Buch ans Herz: „Wie wir Deutschen ticken“ von Christoph Drösser. Das Buch ist ein Projekt des Marktforschungsunternehmens YouGov mit zahlreichen repräsentativen Umfragen und 555 Grafiken. Es wirft einen humorvollen Blick auf das Gemüt der Deutschen und ist 2015 erschienen.